 | Mit einer Körperlänge von 0,5 bis 2 mm kann ihr Stich niemals ein Pferd erreichen, das durch eine Decke geschützt ist ! |
Weltweit leben etwa 1000 verschiedene Arten, davon ca. 30 in Europa. Pferde werden überwiegend von den « Culicoides pulicaris" und "Culicoides nubeculosus" gestochen, die die Hauptauslöser des Sommerekzems sind. Sie sind 0,5 - 2 mm lang und können nur schwer mit bloßem Auge erkannt werden. Sie fliegen in kleinen Schwärmen (4 oder 5) über Mähne und Kruppe. Nur die Weibchen stechen, bevorzugt auf der Rückenlinie von Kopf bis Schweif, da sie zum Eierlegen Blut benötigen (4 Mal pro Tag). In milden, feuchten Gegenden fühlen sich Gnitzen besonders wohl. Sie sind meist von März bis Oktober aktiv oder aber das ganze Jahr über, falls Temperatur (>12°C) und Feuchtigkeit es erlauben. Besonders stechlustig sind sie abends zwischen 17 und 23 Uhr, nachts etwas weniger. Sie sind dämmerungsaktiv, dagegen sind sie an den heißesten Stunden des Tages kaum aktiv. An bewölkten Tagen mit hoher Luftfeuchtigkeit (z. Bsp. aufziehendes Gewitter) können sie auch den ganzen Tag über ohne Unterbrechung stechen. Culicoïdes-Mücken sind schlechte Flieger, daher entfernen sie sich nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsort. Ihr bevorzugter Lebensraum befindest sich meist in der Nähe von feuchten Gebieten, mit stehenden (oder auch fliessenden), flachen Gewässern, am Waldrand oder in der Nähe von organischen Materien (Misthaufen). Der Stich ist schmerzhaft und löst sofort Juckreiz aus. Da der Speichel der Gnitzen stark reizt, reagiert die Haut mit lokalen, stark juckenden und anhaltenden Knoten (Papeln). Daraufhin scheuert sich das Pferd an diesen Bläschen und Pusteln bis aufs Blut wund, Entzündungen sind die Folge. Leider existiert bis jetzt noch keine zuverlässige Desensibilisierungsbehandlung. Zur Vorbeugung und Bekämpfung bekannte und bewährte Ratschläge :
- Trockene und windige Koppeln bevorzugen (selbst leichter Wind beeinträchtigt Gnitzen beim Fliegen) - Das Pferd nicht an windstillen oder schattigen Stellen stehen lassen - Pferde von kleinen Wasserläufen oder stillen Gewässern entfernt halten (bevorzugen Sie auch automatische Tränken gegenüber Wassertrögen) - Juckreiz regelmässig beruhigen, um Langhaarverlust zu vermeiden (v.a. zum Schutz vor Fliegen unerlässlich) und die Entzündung von Scheuerwunden zu verhindern < zurück
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